Harnsäure

Harnsäurebestimmung

Bei einer Gicht kommt es immer wieder zu plötzlichen, sehr heftigen Gelenkschmerzen durch Harnsäurekristallen, die im Gelenk abgelagert werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Gichtanfalls nimmt daher mit steigendem Harnsäure-Spiegel im Blut zu.

Die Harnsäure ist ein Stoffwechsel-Endprodukt, das beim Abbau von Zellkernen (Purinen) entsteht und über die Nieren ausgeschieden wird. Eine Erhöhung der Harnsäure kann verschieden Ursachen haben:

  • Übergewicht
  • Leukämie, Tumoren, Krebstherapie
  • Nierenfunktionsstörungen
  • in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft
  • Entwässerungsmittel (Diuretika)
  • genetisch bedingte Gicht

Der Normbereich für Harnsäure liegt bei

  • Männern zwischen 3,6 und 8,2 mg/dl
  • Frauen zwischen 2,3 und 6,1 mg/dl

Bei Harnsäurespiegeln zwischen 8 und 9 mg/dl erleiden 25% der Betroffenen, bei Werten > 9 mg/dl >80% der Betroffenen irgendwann einmal einen Gichtanfall.

Sind die Harnsäurespiegel zu hoch sollte man:

  • Übergewicht reduzieren
  • Mahlzeiten mit Innereien, Wild, Sardinen, Sardellen meiden
  • Alkoholkonsum einschränken

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